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Arcangelo Corelli (geb 17. Februar 1653 in Fusignano bei
Ravenna; gest. 8. Januar 1713 in Rom) war ein italienischer Komponist und Violinist des Barock.
Corelli entstammte einer wohlhabenden Landbesitzerfamilie. Sein Vater, der ebenfalls Arcangelo hieß, starb einen Monat vor Corellis Geburt, sodass seine Mutter Santa Corelli geb. Raffini die Erziehung ihrer fünf Kinder allein übernehmen musste.
Corelli erhielt seinen ersten Musikunterricht bei einem Priester in der Nachbarstadt Faenza, setzte seine Studien in Lugo fort und ging 1666 schließlich nach Bologna, wo er wahrscheinlich von Giovanni Benvenuti und Leonardo Brugnoli unterrichtet wurde. 1670 wurde er in die Accademia Filarmonica von Bologna aufgenommen.
Spätestens 1675 kam Corelli nach Rom, wo er bald als einer der führenden Violinisten bekannt wurde. Ein wichtiger Förderer neben Königin Christina wurde Kardinal Benedetto
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Pamphili, dessen Palazzo zu den Zentren des römischen Musiklebens zählte und dem Corelli sein op. 2 widmete (12 Kammersonaten, 1685). 1687 trat Corelli ganz in Pamphilis Dienste und zog in dessen Palazzo, wo er Konzerte mit 80 und mehr Mitwirkenden zu dirigieren hatte.
1702 hielt sich Corelli für einige Monate in Neapel auf, um eine Reihe von Aufführungen zu dirigieren. 1706 wurde er zusammen mit Bernardo Pasquini und Alessandro Scarlatti in die Accademia dell'Arcadia in Rom aufgenommen. 1707/08 kam er in Kontakt mit Georg Friedrich Händel und wirkte in mehreren Aufführungen von dessen Werken mit.
Nach 1708 zog sich Corelli aus gesundheitlichen Gründen zunehmend von der Öffentlichkeit zurück und widmete sich der Komposition und Überarbeitung der Concerti grossi op. 6, die erst nach seinem Tod erschienen. Ende 1712 übersiedelte er von der Cancelleria in den Palazzo seines Bruders
Giacinto, wo auch seine reichhaltigen Besitztümer, darunter wertvolle Gemälde und Musikinstrumente, aufbewahrt wurden. Wenige Tage später starb er im Alter von knapp 60 Jahren.
Als Komponist schrieb Corelli im Gegensatz zu den meisten seiner Zeitgenossen ausschließlich Instrumentalmusik. Seine Werke, die sich durch klassische Ausgewogenheit und Kantabilität auszeichnen, markieren eine Epoche in der Geschichte der Kammermusik. Komponisten wie
Geminiani, Vitali, Albicastro, Vivaldi, Galuppi, Telemann und Valentini bearbeiteten Werke Corellis oder imitierten seinen Stil.
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